Wer wird Konfliktlotse?

O.Hagedorn

Naheliegend ist, dass gewählte SV-Sprecher  Konfliktlotsen werden. Doch sind gleichermaßen andere Schüler für diese Aufgabe geeignet, die Interesse am besseren sozialen Miteinander zeigen.  
Eine gut ausgebildete Konfliktlotsengruppe kann auch einen „negative leader“  mittragen.  Sind jedoch mehrere  Mitglieder einer Konfliktlotsengruppe weder affektstabil noch sozialintegrativ, muss sich die Gruppe häufig mit Konflikten in eigener Sache befassen, verwirkt das Vertrauen der Mitschüler und kann kaum förderlich Einfluss nehmen.
Folgende Verfahren zur Zusammenstellung einer Gruppe haben sich bewährt:

Jungen und Mädchen auf  Vorschlag der Basis

Um basisdemokratisch zu ermitteln, wer  gute Eingangsvoraussetzungen als Konfliktlotse
mitbringt, können Mitschüler jeweils einen Namen eines Jungen und eines Mädchens auf ein Kärtchen schreiben.
Mit Zuordnungen am Tafelbild  wird deutlich, wer von vielen Mitschülern als geeignet benannt wird.


Ein Junge
Ein Mädchen
1. Wem kannst du vertrauen?
               
               
2. Wer ist gerecht?                
               
3. Wer kann Frieden stiften?                
               



(Luzie Haller)                           

Konfliktlotsen mit Ausländerbeauftragten
In Schulen mit Jugendlichen aus vielen Ländern, sollten die Konfliktlotsen die vielfältige Schulgemeinschaft repräsentieren. Nach dem Arche Noah-Prinzip werden  geeignete Jugendliche aus verschiedenen Herkunftländern vorgeschlagen, so dass mindestens 2  jeder kulturellen Gruppe als Konfliktlotsen vertreten sind. Auch der Anteil von Jungen und Mädchen sollte ausgeglichen sein.

Wahlzeit der Schulgemeinschaft
Im Zeitrahmen von 3 Tagen erhalten alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Lehrerinnen und Lehrer der Schule einen farbigen „Wahlschein Konfliktlotsen“.
Bis zum Wochenende könne sie diesen einem Schüler/ einer Schülerin, den/die  sie als friedenstiftend erleben, aushändigen. Wer viele Scheine erhalten hat, kann Konfliktlotse werden.